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Schnappschuss!

Adolf Noppes

Zitat

Schach ist Krieg auf dem Brett. Das Ziel ist es, die Gedanken des Gegners zu zerstören. (Robert Fischer)

28. Erfurter Jugendopen – Tag 5. Die 7. Runde PDF Print Email

Am letzten Tag des Turniers wurde eine Runde Schach gespielt. Alle Priestewitzer konnten punkten. Paul-Lukas gewann seine Partie und wurde Dritter im B-Open. Alexandra und Daniel spielten Remis…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…Paul-Lukas spielte mit Weiß gegen einen Kaderspieler aus Thüringen Moritz Schramm (1271) von der SG Blau-Weiß Stadtilm diesmal eine überragende Partie.

 

 

Sein Gegner fiankettierte den Läufer und zog unnötig h6.Danach stellte er den Springer auf h7 und versperrte somit den Weg des Königs zur Verteidigung des Bauers.

 

 

Paul-Lukas nutzte sofort diesen Umstand aus und griff den Bauern zusätzlich mit der Dame an. Moritz musste seinen g-Bauer ziehen, der von Paul-Lukas als Zielscheibe anvisiert wurde. Schließlich wurden die Linien geöffnet und ein vernichtender Angriff mit Schwerfiguren war nicht aufzuhalten. Eine sehr gute Partie von Paul-Lukas. Somit konnte er sich den dritten Platz im B-Turnier sichern.

Daniel spielte seine letzte Partie gegen Carl-Anton Sack von der SG Grün-Weiß Dresden.

 

 

Das war der 6. sächsischer Gegner für Daniel im 7. Spiel, so ziemlich unglücklich dieser Umstand. Wir fahren in ein anderes Bundesland und Daniel spielt fast ausschliesslich gegen die Landsleute. Komischerweise gewann er nur eine einzige Partie im Turnier und sein Gegner dabei war KEIN Sachse und zudem der zweitstärkster von allen 7.

Gegen Carl-Anton spielte Daniel die remissichere Caro-Kann Verteidigung. Die Kinder spulten das bekannte Programm ab, machten ein Paar eigene Züge, boten sich abwechselnd Remis und einigten sich in einer wirklich ausgeglichenen Stellung auf ein Unentschieden.

 

 

Niemand von beiden wollte etwas riskieren. Cliff würde dazu sagen: eine Alibi-Partie von beiden. Es war kein großer Kampf, sichere Punkteteilung. Mit Schwarz in der letzten Runde kann man sie so akzeptieren. Daniel holte 2,5 Punkte, das ist im nächsten Jahr sicherlich ausbaufähig.

Sehr merkwürdig - 2 Punkte wurden in 4 Partien mit Schwarz geholt. Wenn man überlegt, daß Daniel gegen Viktor Schamschurko mit seiner einzigen schwarzen Niederlage mindestens eine Remisstellung herausspielte (wo sogar ein Sieg drin war), hat er in dieser Hinsicht kein einziges Spiel mit Schwarz verloren. Seine drei Spiele mit Weiß brachten ihm nur einen mikrigen halben Punkt. Das ist ja absolut unbefriedigend, hier werden wir dran arbeiten.

Alexandra spielte mit Schwarz am 18. Brett, so schnell geht es von oben nach unten in einem Turnier. Ihr Gegner war Jonas Edelmann (1175) vom SV Breitenworbis.

 

 

In der Eröffnung spielte sie unsicher, musste schliesslich alle Leichtfiguren abtauschen und eine aktive weiße Dame im Zentrum erdulden, die sie daran hinderte, eine Rochade zu machen. Ich spürte für die Zukunft nichts viel Gutes, doch es wurde bald ein Unentschieden vereinbart. Alexandra holte somit 4,5 Punkte, wurde 23. von 141 Teilnehmern (als 60. gesetzt) und es war für sie ein Riesenturnier. 6 von 7 ihrer Gegner waren nach DWZ erheblich stärker, so daß Alexandra sehr viel dazu gelernt hat, vor allem Kampfgeist und Siegeswillen, was ihr vor dem Turnier noch ein bisschen fehlte.


Im B-Open gewann Richard Zienert vom Schachklub Heidenau. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. Er spielte ausschließlich am ersten Brett und gewann das Turnier verdient. Schade nur, daß Paul-Lukas nicht dazu kam, ihn herauszufordern. In der nächsten Runde wäre es so weit gekommen, die 8. Runde gibt es bei diesem Turnier aber nicht.

Im A-Open belegte der Lokalmatador vom Erfurter Schachklub Alexander Steinacker mit 6,5 Punkten den ersten Platz. Ich habe öfters seine Begegnungen beobachtet, sie hatten einen hohen Unterhaltungswert, gegen starke Gegner kurz vor der Zeitnot.

Die letzte Partie des Turniers möchte ich besonders hervorheben. Es spielte Julian Kabitzke gegen Leonard Richter am 4. Brett um einen Podestplatz.

 

 

Weiß zog nach 20 Minuten Denkzeit Lg4.

 

 

Für mich ist diese Stellung total unübersichtlich, Fritz sieht Weiß mit 4 Bauern im Vorteil. Julian spielte extrem fair, in höchster Zeitnot drückte er in zwei Situationen den Knopf seines Gegners, damit sein eigener Zeiger in Bewegung kommt. Zum Schluss stand schwarzer Turm gegen den weißen Läufer und jeweils zwei Bauern auf beiden Seiten. Leonard schlug eiskalt den Läufer mit dem Turm und danach den schwarzen Bauern. Der weiße König konnte nicht mehr auf beiden Seiten um den Ausgleich kämpfen. Es folgte Aufgabe. Die Partie war sehr packend, es gab kaum noch Platz für die Zuschauer.

Anschließend gab es die Siegerehrung, jede(r) Teilnehmer(in) bekam ein Erinnerungsgeschenk und wir fuhren nach Hause.

 

 

Unsere Kinder waren schwer begeistert, wir wollen im nächsten Jahr wiederkommen. Vielen Dank an die Organisatoren und Auf Wiedersehen!

 

Endtabellen

 

 

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