Zitat
| Kein Schachgroßmeister ist normal; sie unterscheiden sich nur im Umfang ihrer Verrücktheit. (Viktor Korchnoi) |
| 28. Erfurter Jugendopen – Tag 3. Ein guter Tag. |
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Es war ein sonniger Tag und aus Sicht von SV Traktor Priestewitz war es beim Schachturnier ein erfolgreicher Tag, fast wie in Auftaktspielen. Heute wurde nur eine Runde Schach gespielt, der Nachmittag blieb also frei. Alexandra überraschte wieder einmal mit einer tollen kämpferischen Leistung und viertem Sieg im vierten Spiel. Paul-Lukas erfüllte seine Pflicht und gewann auch seine Partie. Einzig Daniel hätte mit weißen Steinen mehr erreichen können als nur ein Remis im Mittelspiel...
…Alexandra spielte mit Schwarz gegen eine um 3 Jahre ältere Konkurrentin und Mitfavoritin auf die Podestplätze Helene Glöckner (1269) vom SV Schott Jena.
Die Partie im Englischen entwickelte sich rasant, der weiße Läufer auf g2 drohte zu einem Monster zu werden. Für Alexandra war diese Eröffnung ein Neuland, so dass sie sich einige Ungenauigkeiten in der Eröffnung leistete und sehr früh unter Druck kam. Den Turm auf a8 verlor sie folgerichtig, dafür konnte sie aber die lange Diagonale mit ihrer Dame besetzen und das Schachmatt drohen. Ihrer Gegnerin blieb nichts anderes übrig als die Qualität zurück zu geben, so dass es ausgeglichen stand. Kurze Zeit später schaffte es Alexandra, mit einem Schachabzug die gegnerische Dame zu erbeuten, die ungedeckt stand und damit die Partie sofort zu gewinnen. Alexandra blieben nur noch 5 Minuten für die 5 Züge bis Zeitkontrolle.
Paul-Lukas spielte gegen Sarah Knorre (1057) vom SV Medizin Erfurt. Seine Gegnerin verlor ihre Dame durch ein Spieß, so dass Paul-Lukas kaum Mühe hatte, diese Partie zu gewinnen.
Daniel musste gegen André Schamschurko (1582) vom USV TU Dresden antreten. Sie haben gegeneinander noch nie gespielt, obwohl sie an gemeinsamen Turnieren schon mehrmals teilgenommen haben.
Daniel mit Weiß entwickelte großen Dampf am Damenflügel auf die Königsstellung, André stürmte dagegen am Königsflügel. Die Partie schien in einem großen Gemetzel zu enden. Doch plötzlich besuchte Daniel ein schwerer Denkfehler. Anstatt mit dem Bauern auf c7 zu schlagen und die b-Linie zu öffnen und dort mit schweren Figuren zu stechen zog er die Dame auf b3. Prompt wurde die Damenseite mit dem c6 zugemauert.
Nach wenigen Zügen kam überraschend ein Remisangebot, das Daniel sofort annahm. Sein Gegner befürchtete einen Springerausflug auf a5 mit dem Angriff auf b7. Das dürfte aber wohl einige Zeit dauern, Schwarz hatte doch einen gefährlichen Angrif auf Daniel´s Königsstellung. Das war einzig Erfreuliches, der Ärger um die vertane Chance, mit Weiß einen Sieg bei diesem Turnier zu landen, blieb trotzdem.
Am Nachmittag bei schönem Wetter machten wir einen Ausflug in die Schwimmhalle. Dort habe ich ein Paar Bilder gemacht, die meinen Bericht abschliessen.
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